Die Kraft des ersten Schritts
Am Flussufer gehn,
mein Rhythmus folgt seinem Lauf,
alles fließt zugleich
Der erste Schritt ist oft im Leben der schwierigste – und zugleich der befreiendste. Er löst den Stillstand, bringt Bewegung und setzt eine Energie frei, die im Zögern nie entsteht. Warten erschöpft, Gehen belebt.
In meinen Bildern der Passagen-Serie halte ich diesen Moment fest: eine Figur, die Schwung holt, die zum Sprung ansetzt, die den Tanz des Lebens beginnt. Es sind Augenblicke, in denen das Ungewisse noch groß, doch die Entscheidung schon gefallen ist.
Der erste Schritt verändert nicht die ganze Welt – aber er das eigene Empfinden. Er macht aus Passivität Gestaltung, aus Stillstand Richtung. Oft ist er klein, fast unscheinbar. Doch er ist die Schwelle, die alles Weitere möglich macht.
Sobald wir uns bewegen, spüren wir Lebendigkeit. Wir merken, dass wir wieder im Kontakt mit uns selbst sind. Und dass wir die Kraft nicht vorher sammeln müssen – sie stellt sich ein, sobald wir einfach losgehen.
Die Kernbotschaft der Serie: Energie entsteht nicht im Warten, sondern im Tun. Der erste Schritt ist der Anfang aller Freiheit.