Ateliernotizen 02 Vom Unterwegssein

Mich faszinieren keine Ankünfte und keine Abschiede. Mich interessieren die Momente dazwischen. Der Bahnsteig kurz vor der Abfahrt. Das Hotelzimmer in einer fremden Stadt. Der Kaffee am Fenster, bevor eine Entscheidung fällt. Die Straße, die man entlanggeht, ohne genau zu wissen, wohin sie führt.

Vielleicht besteht ein großer Teil unseres Lebens genau aus diesen Zwischenräumen.

Wir sprechen oft über Ziele. Über Erfolge. Über Wendepunkte. Aber die eigentliche Veränderung geschieht meist leise. Während wir noch unterwegs sind. In der Freiheit der Möglichkeiten. Aus dieser Beobachtung ist meine Werkreihe „Passagen“ entstanden.

Die Bilder erzählen nicht von bestimmten Orten. Sie erzählen von einem Zustand. Von Übergängen, Aufbrüchen und dem Gefühl, dass sich etwas verändert, lange bevor wir es benennen können.

Ich glaube, jeder Mensch kennt diese Erfahrung. Dass man äußerlich stillsteht, innerlich aber bereits aufgebrochen und unterwegs ist. Voller Neugier, wohin der Weg führen wird. Manchmal ängstlich. Aber das gibt sich oft, wenn man erstmal auf dem Weg ist.

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03 Die Versionen unseres Selbst

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Ateliernotizen 01 Manchmal müssen wir gar nichts Neues erschaffen